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Projektziel

NIFA ist ein Netzwerkverbund mit 11 Partnerorganisationen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Flüchtlings-, Bildungs- und Beratungsarbeit in der Region Stuttgart, Tübingen und Pforzheim. Der Netzwerkverbund unter der Koordination der Werkstatt PARITÄT gGmbH verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt Netzwerk Bleiberecht.

Der Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und der Grundstein für ein selbstständiges Leben ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung. Doch die aufenthalts- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sind sehr komplex und erfordern besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote sowohl für Flüchtlinge als auch für Arbeitgeber/-innen und Multiplikator/-innen.

Das Projekt „NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ hat sich daher das Ziel gesetzt, die Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen mit Arbeitsmarktzugang durch individuelle Maßnahmen zu erhöhen und sie nachhaltig bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie die Zugänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt strukturell zu verbessern.

Zielgruppe

Die Teilnehmendengruppe des Projekts umfasst Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung, Duldung und Aufenthaltserlaubnis mit mindestens nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt. Gleichzeitig richtet sich das Projekt an Akteur/-innen im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, bspw. Ehrenamtliche, Mitarbeitende der Arbeitsagenturen und Jobcenter, Arbeitgeber/-innen aus Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern, wie auch weitere Multiplikator/-innen.

Angebote für Geflüchtete

Für Flüchtlinge und Bleibeberechtigte aus Drittstaaten wird eine individuelle Beratung und Betreuung auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Kurdisch geboten. Projektteilnehmer können sich über berufliche und schulische Möglichkeiten informieren, werden bei der Feststellung ihrer Kompetenzen unterstützt und erhalten Hilfe bei Bewerbungen bzw. Kontaktaufnahmen mit Arbeitgebern.

NIFA vermittelt darüber hinaus in Deutschsprachförderangebote (z.B. DeuFöV, VwV Deutsch), hilft bei der Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse und bietet Hilfestellung bei der Identifikation und Vermittlung in passende Qualifizierungsangebote, etwa für Mediziner.

Auch nach einer erfolgten Vermittlung stehen die Mitarbeiter des NIFA-Projekts, etwa bei Problemen in der Ausbildung, als Ansprechpartner zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass eine sinnvolle, längerfristige Betreuung im Rahmen von NIFA nur gewährleistet werden kann, wenn Sie bereit sind, regelmäßig zu Beratungsterminen zu erscheinen und die Projektmitarbeiter über Veränderungen in Ihrem Leben (Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung, berufliche Umorientierung, Änderung von Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) zu informieren. 

Das NIFA-Projekt unterstützt nicht bei der Wohnungssuche oder beim Ausfüllen von Formularen. Wo es möglich ist, verweisen die Projektmitarbeiter an die zuständigen Anlaufstellen. 

Angebote für Ehrenamtliche

Freiwillig Engagierte können im Rahmen ehrenamtlicher Ausbildungs- und Jobpatenschaften für das NIFA-Projekt tätig werden. Geflüchtete Projektteilnehmer, die sich in einer Ausbildung befinden, werden hier in einem Eins-zu-Eins-Verhältnis über die hauptamtliche Begleitung hinaus engmaschig z.B. bei der Bewältigung der Herausforderungen der Berufsschule betreut. Die hauptamtlichen NIFA-Projektmitarbeiter vermitteln die individuellen Patenschaften und tauschen sich laufend mit Betreuten und Betreuenden aus, um frühzeitig bei Problemen reagieren zu können. 

Da der Bedarf an geflüchteten Projektteilnehmenden, die eine ehrenamtliche Unterstützung benötigen, zumeist hoch ist, ist das NIFA-Projekt laufend auf der Suche nach Freiwilligen, die im Projekt mitwirken möchten. Dabei ist es nicht notwendig, über eine umfassende Expertise im Fachgebiet zu verfügen. Allen Ehrenamtlichen, die Bedarf und Interesse haben, bietet das NIFA-Projekt die Möglichkeit einer kostenlosen Schulung in verschiedenen Themenbereichen (z.B. Aufenthaltsrecht, Arbeitsmarktzugang, Anerkennung und Qualifizierung, Bewerbungsverfahren etc.), die von internen und externen Fachleuten durchgeführt werden. 

Angebote für Arbeitgeber

In der Beschäftigung von Geflüchteten steckt auch für Arbeitgeber großes Potenzial. Betriebe, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern können sich bei NIFA über die Ausbildungs- und Arbeitsaufnahme von Flüchtlingen informieren. Perspektivisch sollen auch Schulungen angeboten werden. Auch Beschäftigungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberberatung des Jobcenters Pforzheim sind unter bestimmten Umständen möglich.

Projektpartner

Überregional:

  • Projektträger ist die Werkstatt PARITÄT gGmbH
  • Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V.

Pforzheim:

Stuttgart:

  • AGDW e.V.
  • Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.
  • Jobcenter Stuttgart

Tübingen:  

  • Asylzentrum Tübingen e.V.
  • BruderhausDiakonie – Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
  • Jobcenter Tübingen

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